Cordoba…und immer wieder Cordoba

Die Mezquita, spanisch für Moschee, oder auch Moschee-Kathedrale, ist nicht nur einer der größten Sakralbauten der Welt, sondern für mich der bislang einzige Ort auf der Welt, wo ich zumindest das Gefühl von Erhabenheit oder das Gefühl, Gott oder Allah oder wem auch immer näher zu sein, verstehen kann ohne dem jedoch selber zu unterliegen. Zu gerne würdeich mich jedoch für einen Augenblick in das 10. Jahrhundert zurück versetzen, um die Moschee so zu erleben, wie sie… zur Zeit der Kalifen war, bevor im 13. Jahrhundert im Zuge der Reconquista begonnen wurde, die Moschee zu einer Kathedrale „umzubauen“. Doch trotz all dem „christlichen“ Prunk und Protz ist der maurische Charme, wie ich finde, noch erhalten geblieben. Und er beeindruckt! Mich nun bereits zum wiederholten Male und auch wenn mein letzter Besuch etwa 35 Jahre her ist, so hoffe ich doch, dass nicht noch mal so viel Zeit vergehen muss, bis ich sie erneut besuchen kann.

Was gibt es sonst noch zu Cordoba zu sagen? Wir hatten eine sehr schönen Stellplatz etwas außerhalb, von wo ein Bus in etwa 20 Minuten direkt in die Altstadt von Cordoba fuhr, sodass wir bequem und preiswert die Stadt besuchen konnten. Dort in der Altstadt aßen wir auch in einem gemütlichen Innenhof entspannt zu Mittag (Paella mit Gambas), nachdem wir zuvor das jüdische Viertel und die römische Brücke besucht hatten. Den maurischen Palast mit seinen großartigen Gärten konnten bzw. wollten wir dann nicht mehr besichtigen, da wir mindestens eine Stunde hätten anstehen müssen, vermutlich sogar länger. Durch meinen mehrmonatigen Aufenthalt in Cordoba in den 80er Jahren kannte ich das ja alles noch, hätte es aber gerne noch mal gesehen, aber, wie gesagt, eine Stunde anstehen ist echt nicht cool.

Da für heute in praktisch ganz Andalusien zum Teil heftige Regenfälle vorhergesagt worden sind, haben wir den Besuch von Sevilla verschoben und sind zunächst mal bis kurz vor Tarifa, der südlichsten Stadt in Europa, gefahren, wo wir jetzt oberhalb des Meeres mit Blickrichtung Afrika stehen, das von hier aus wohl nur 14 km entfernt ist. Zu sehen ist allerdings genau nichts, da es hier so heftig stürmt und regnet, dass das Auto nicht nur hin- und herschaukelt (wird eine lustige Nacht werden), sondern morgen früh auch frisch gewaschen dastehen wird; ich hoffe zumindest, dass wir morgen noch hier stehen werden und nicht weggespült worden sind.

Ab morgen soll es aber durchgehend sonnig, wenngleich aber immer noch windig, sein, sodass wir hier mal für ein paar Tage Pause vom Fahren machen wollen.

Zudem gibt es hier auf dem Gelände morgens frische Brötchen und ein recht ordentliches Restaurant mit Corona, es scheint also erst einmal für alles gesorgt zu sein.

Vielleicht schauen wir uns aber morgen auch die Altstadt von Tarifa an, mal sehen, aber dazu dann morgen mehr, denn Ihr wißt ja, morgen ist ein anderer Tag.

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